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Schon Jugendliche sollen Energie sparen


KUTENHOLZ. Mit Mitmachshows tourt die Klimawerkstatt durch den Landkreis Stade: Coach Friedhelm Susok präsentiert vor Grund- und Oberschulen die Programme „Lernerlebnis Energie sparen“ und „Lernerlebnis Energiewende“. Am Dienstag war die Grundschule Mulsum-Kutenholz an der Reihe.

20 Veranstaltungen gehen dieser Tage über die Bühne. „Wir wollen alle Generationen erreichen – auch die Kinder“, sagt Koordinatorin Simone Helck. Die Stadtwerke Stade hatten ein ähnliches pädagogisches Programm bereits vor einigen Jahren im Angebot. Immer wieder gab es Anfragen von Schulen nach einer Neuauflage. Die 20 Termine waren schnell ausgebucht. Mehrere Teams sind im Landkreis unterwegs, teilweise finden Veranstaltungen zeitgleich statt. „Die Lehrer sind total begeistert“, weiß Simone Helck.

Es handelt sich um Mitmach-Shows für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 beziehungsweise 5 bis 10. Moderator Friedhelm Susok und sein Kollege Michael Schmidt vermitteln jugendgerecht, kompakt und unterhaltsam Energiewissen und weisen auf die Notwendigkeit des Energiesparens hin. Unter anderem wird die historische Entwicklung der Energiegewinnung in den vergangenen Jahrhunderten bis zur modernen Energieerzeugung durch regenerative Energien dargestellt und erläutert. Mithilfe von Multimedia-Elementen steht dabei der Dialog mit den Jugendlichen im Mittelpunkt.

Weltall vor 14 Milliarden Jahren so klein wie ein Schneeball

Etwa 90 Minuten dauern die Veranstaltungen jeweils. Hauptfigur der Show, für die Grundschüler aus Mulsum und Kutenholz in der Kutenholzer Turnhalle inszeniert, ist der Löwe Leopold. Von ihm erfahren die Heranwachsenden, was Energie überhaupt ist. „Bewegte Kraft“ rufen die Schüler im Chor. Mit Sicherheitsbrille und Ohrenschutz bringen sie Luftballons zum Platzen. Ganz nebenbei lernen sie, dass das Weltall vor 14 Milliarden Jahren so klein war wie ein Schneeball und dass es sich stetig ausdehnt.

2015 haben acht Unternehmen aus der Region einen Verein gegründet, der für mehr Energieeffizienz in Betrieben und Privathaushalten sorgen soll: die Klimawerkstatt. Schirmherr ist Landrat Michael Roesberg. „Wir geben Impulse für mehr Klimaschutz“ – dieses Ziel haben sich die Stadtwerke aus Stade und Buxtehude, NDB Energiekonzepte, das Baufachzentrum Hasselbring, das Bauunternehmen Lindemann, die Kreissparkasse Stade, die Volksbank StadeCuxhaven und die Sparkasse Stade-Altes Land als Gründungsmitglieder auf die Fahnen geschrieben. Das Netzwerk sei das erste seiner Art, das aus einer unternehmerischen Initiative heraus entstanden ist, rühmen sich die Firmenvertreter. Schnell stießen die Stadt Stade, der Energieanbieter EWE sowie weitere kommunale und private Akteure hinzu. Das Ziel: praktische Hilfe vor Ort. Außerdem sieht sich die Klimawerkstatt als ein Multiplikator, der Informationen zwischen Wirtschaft, Verbrauchern und Behörden transportiert.

Autor: Daniel Beneke / TAGEBLATT

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